Inflation - Erläuterungen zu Begriffen rund um das Thema Finanzen

Regelmäßig wird in den Medien die Angst vor einer steigenden Inflationsrate geschürt. Aber was ist darunter zu verstehen? Ein großer Teil der deutschen Bevölkerung hat diesen Begriff zwar sicher schon gehört, aber die Wenigsten werden ihn richtig einordnen können.

Der Begriff „Inflation“ entstammt der Volkswirtschaftslehre und wird als Indikator für das allgemeine Preisniveau eines Landes angesehen. Bei steigender Inflation verschiebt sich das Austauschverhältnis zwischen den für Geld käuflichen Gütern und dem Geld selbst zu Ungunsten des Geldes. Es wird immer weniger wert und für die einzelnen Waren muss immer mehr Kapital als Gegenwert aufgebracht werden. Wirtschaftsfachleute sprechen im Zuge der Inflation von einer Geldentwertung.

Im Moment lebt Deutschland in einer Phase mit leichter Inflation. Allerdings kennt auch die deutsche Geschichte Zeiten der Hyperinflation, in der die Inflationsrate mehr als 50% pro Monat übersteigt. In den Jahren kurz nach dem Ende des ersten Weltkriegs machte die damalige Regierung der Weimarer Republik den Fehler, aufgrund der Wiedergutmachungszahlungen die Geldmenge wesentlich zu erhöhen und schob damit eine folgenschwere Entwicklung an. Innerhalb weniger Wochen kostete ein Frühstücksei mehrere Millionen Mark.

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